Novellierung § 11 TierSchG

So wie viele Hundetrainer bundesweit fürchtet auch einer unserer Mandanten Kai Völker, Betreiber der Hundeschule Lexa ( www.hundeschule-lexa.de ) im hessischen Feldatal, um seine Existenz.

Nach der Novellierung des § 11 Tierschutzgesetzes muss jeder, der gewerbsmäßig Hunde für Dritte ausbildet, über ein Mindestmaß an Sachkunde verfügen. Dieses Mindestmaß an Sachkunde ist jedoch nicht weiter gesetzlich definiert- es gibt weder konkrete Durchführungsbestimmungen hierzu noch eine einheitliche Prüfungsordnung für Hundetrainer im Vorfeld, wie man es aus anderen Berufszweigen kennt.

Dies hat zur Folge, dass die örtlich zuständigen Veterinärämter eigentlich ein Ermessen auszuüben hätten, soweit es für einzelne Trainer um die Erteilung der Erlaubnis nach § 11 TierSchG geht.

Um jedoch einem einzelnen Veterinär nicht die Überprüfung der Sachkunde jeden Trainers aufzuerlegen, wurde der sog. DOQ Pro Test, ein Computertest, entwickelt, an diesen soll sich im Nachgang ein Fachgespräch bzw. eine praktische Lehrprobe anschließen. Der DOQ Pro Test fordert neben verhaltenstypischen Kenntnissen und kynologischen Basics auch umfangreiche veterinärmedizinische Kenntnisse.

Einige Hundetrainer haben aber bereits erfolgreich eine Ausbildung/ Studium absolviert oder bilden sich kontinuierlich fort, so dass nicht nur bezüglich der Handhabe der Novelle Ungewissheit und Unverständnis herrscht, sondern auch nicht schlüssig ist, welche Ausbildung nunmehr anerkennenswert ist und welche nicht.

Hierüber berichtete auch der Spiegel: http://www.hundehalter-nothilfe.de/sitz-platz-fuss-spiegel-bericht/